Kenn­zeichen verrät, woher Kunden kommen

Eine günstige und sichere Methode, um Kunden nach Land­kreisen zu clustern, ohne sie befragen zu müssen und daten­schutz­konform.

Das Kennzeichen verrät, woher meine Kunden kommen

Verraten Sie mir Ihre Postleitzahl? Mit dieser Frage werden Kunden häufig an der Kasse beim Bezahlen belästigt. Der Hintergrund aus Händlersicht ist logisch: Das Marketing möchte wissen, woher Kunden kommen, um Kampagnen zu optimieren und auszuwerten. Hierfür gibt es jedoch auch einen Weg, ohne dass Sie Ihre Kunden nerven müssen: Kennzeichenerkennung. Aber wie sieht es hier mit dem Datenschutz aus?

Kennzeichenerkennung statt Kunden befragen
Ihre Kunden kommen nicht in Ihr Geschäft, um Fragen zu beantworten, sondern weil sie etwas kaufen möchten. Meist haben sie wenig Zeit und sind ohnehin gestresst. Wenn man sie dann noch zu ihrer Postleitzahl befragt, sind sie oft genervt und verbinden den Einkauf bei Ihnen mit einem negativen Erlebnis. Zudem sind besonders in Deutschland viele um ihren Datenschutz besorgt und fühlen sich bei einer solchen Frage oft in ihrer Privatsphäre verletzt.

Auf der anderen Seite ist es für Handelsunternehmen wichtig, Kundendaten zu sammeln, um das Marketing zu optimieren. Es gibt jedoch eine Lösung für den, auf den ersten Blick erscheinenden Widerspruch: Kennzeichenerkennung. So wird jedes Auto, das auf den Unternehmensparkplatz fährt, registriert und Sie wissen, woher Ihre Kunden kommen, ohne dass sie befragt werden müssen.

Wie Kennzeichenerkennung funktioniert
Für eine Kennzeichenerkennung benötigt man eigentlich nicht viel: Kameras, eine Netzwerkverbindung je Kamera und einen zentralen Rechner, über den alle Kameras laufen. Also keine große Investition. Pro Einfahrt zu den Parkplätzen benötigt man eine Kamera, damit kein Auto verpasst wird. Jede Kamera muss exakt positioniert und die Auflösung hoch genug sein, damit alle Kennzeichen scharf zu erkennen sind. Hierbei spielt auch die Shutterzeit eine wichtige Rolle, sowie eine ausreichende Beleuchtung für dunkle Tages-/Abend-Zeiten. Erkennt eine Kamera ein Kennzeichen, isoliert sie es und schickt nur die Kennzeichen-Information, nicht einmal das Bild, an den zentralen Rechner. Hier wird mithilfe einer hauseignen Software der hintere Teil des Kennzeichens gelöscht, sodass nur noch die Information zum Landkreis des Fahrzeugs gespeichert wird. Die Informationen der einzelnen Kennzeichen werden zum Schluss kumuliert und in einer Tabelle gespeichert, sodass Sie eine Übersicht haben, woher Ihre Kunden kommen. Ob Sie die Informationen je Tag, Woche oder Monat haben möchten, ist Ihre Entscheidung.

Und was ist jetzt mit dem Datenschutz?
Das Speichern personenbezogener Daten ohne Zustimmung des Eigentümers ist verboten. Wie kann das also funktionieren, dass Kennzeichen gefilmt und gespeichert werden? Und genau hier ist der Knackpunkt. Zunächst ist das reine Kennzeichen ohne Zuordnung eines Fahrers nicht personenbezogen. Dennoch ist dies ein empfindlicher Bereich, besonders, wenn man auf dem Videobild auch den Fahrer identifizieren kann.

In unserem Fall wird jedoch nur das Kennzeichen ohne Bild übermittelt und kurzfristig gespeichert. Der Fahrer wird also nie irgendwo in Erscheinung treten. Anschließend wird nur der erste Teil des Kennzeichens gespeichert, also der, der die Herkunft des Fahrzeugs verrät, und der Rest des Kennzeichens wird gelöscht. Wir haben nun eine anonymisierte Information, die zu Marketingzwecken verwendet und gespeichert werden darf, ohne dabei Gesetze und die Privatsphäre Ihrer Kunden verletzt zu haben.

Qualität der Daten
Bei dieser Methode der Datengewinnung müssen zwei Dinge beachtet werden:

1. Nicht alle Kunden kommen mit dem Auto:
Meist betrifft dies Kunden aus der Nähe, die zu Fuß kommen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.
Was ist hier zu tun? Wenn Sie das Gefühl haben, dass dies eine größere Anzahl von Kunden betrifft, dann sollten Sie Ihre Kunden (trotz der Unannehmlichkeiten) für einen bestimmten Zeitraum befragen, ob sie mit dem Auto da sind. Ist die Antwort „ja“, endet ab hier die Befragung. Ist die Antwort „nein“ fragen Sie nach dem Landkreis. Hierdurch erhalten Sie einen Überblick, wie groß der Anteil der nicht Auto fahrenden Kunden ist und woher dieser kommt.
Ist der Anteil im Verhältnis zu den Autofahrern gering, können Sie ausschließlich bei der Kennzeichenüberwachung bleiben. Ist der Anteil groß genug, um für Sie relevant zu sein, verwenden Sie diese Daten für einen längeren Zeitraum und versuchen, Verhaltensmuster aus den Daten der Kennzeichenerkennung zu übertragen. So stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Kunden nur minimal belästigen.

2. Man muss beim Umzug sein Kennzeichen nicht mehr umändern:
Das ist Fakt. Fakt ist aber auch, dass im Schnitt sehr wenige aus ihrem Landkreis ziehen und tun sie dies doch, dann kaufen sie sich meist innerhalb von drei Jahren ein neues Auto, das oft im neuen Landkreis angemeldet wird. Auch Dienstwagen können Ortsfremde Kennzeichen haben. Dennoch kann man bei den meisten Autos davon ausgehen, dass die Kennzeichen mit dem bewohnten Landkreis übereinstimmen. Ein paar „Fehlinformationen“ bringen Ihre Statistik nicht aus dem Gleichgewicht.

Abgesehen von diesen beiden Punkten erhalten Sie aktuelle Informationen zur Herkunft Ihrer Kunden, ohne dass Sie sie belästigen müssen. Und Ihr Marketing kann Kampagnen optimieren und den Erfolg bereits umgesetzter Kampagnen zu einem verhältnismäßig günstigen Preis messen.




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